Tipp Karo

Karo Seck ist Social Media Managerin bei punktbar.

Karos schlesischer Weih­nachts­kartoffel­salat

Bei ihr gibt es jedes Jahr an Heiligabend den schlesischen Kartoffelsalat von Oma – mit schlesischen Weißwürsten und „Moczka“.

Meine Großeltern kommen aus Schlesien, genauer gesagt aus Mannsdorf, heute Mańkowice. Bei meiner Oma gab es den Kartoffelsalat immer zu Weihnachten, da es zu dieser Zeit auch bei schlesischen oder polnischen Lebensmittelhändlern die leckere schlesische, feine Weißwurst gibt. Seit rund 15 Jahren gibt es dieses Gericht auch bei meinen Eltern und mir jedes Jahr an Heiligabend.

Zutaten

  • 1,5 kg Kartoffeln
  • 9 hartgekochte Eier
  • 8 normale Gewürzgurken
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 200 g Sellerie
  • 200 g Möhren
  • 200 g Fleischwurst mit Knoblauch
  • 4 Löffel Salat-Mayonnaise, z.B. Miracle Whip
  • Salz und Pfeffer nach Belieben

Zubereitung

Das Geheimnis dieses Rezepts ist, dass alle Zutaten in kleine Würfelchen geschnitten werden. Außerdem gelingt der Salat am besten, wenn man ihm einen Tag Zeit zum Durchziehen gibt.

Die Möhren, den Sellerie und die Kartoffeln waschen. Dann Wasser und Gemüse in einen Topf geben und alles auf mittlerer Hitze weich kochen.

Das Gemüse abtropfen lassen, abkühlen lassen und schälen. In der Zwischenzeit die Eier hart kochen, abkühlen lassen und die Schalen abziehen. Karotten, Sellerie, Kartoffeln, Zwiebeln, acht der neun Eier und Gurken in kleine Würfel schneiden. Salz, Pfeffer und Mayonnaise in den Salat geben. Gründlich mischen.

Wichtig ist, ein gutes Verhältnis zwischen den Zutaten und der Mayonnaise hinzubekommen. Oma Martha hat die Mayonnaise entweder selbst gemacht oder Miracle Whip genommen. Falls das Mayonaise-Glas dabei leer wird, Gurkenwasser ins Glas geben, zuschrauben, gut schütteln und die Tunke zum Salat geben.

Zum Garnieren dient das letzte hartgekochte Ei, das in längs geschnittene Viertel auf dem Salat drapiert wird. Oder: Das Ei ganz lassen, eine Tomate, die drauf passt, halbieren, aushöhlen, draufsetzen und mit Mayo Punkte malen. Das sieht dann aus wie ein Fliegenpilz.

Die schlesische Weißwurst gibt es traditionell zu Weihnachten. Die Wurst aus Schweine- und Kalbfleisch bekommt ihren eigenen speziellen Geschmack durch die Verwendung von weihnachtlichen Gewürzen wie Zimt, Nelken, Piment, Koriander, Ingwer, Kardamon und Zitronenabrieb. Man kann zu den Würsten zum Beispiel ganz normalen süßen Senf essen.

Zusätzlicher Tipp: In Schlesien hat man dazu oft eine Lebkuchentunke, sogenannte „Moczka“ gemacht, in der die ganzen Würste schwimmen wie in einer Currysauce. Die Würste werden dazu gebrüht und danach noch einmal in einer Pfanne von beiden Seiten angebraten, um Röststoffe zu entwickeln. Danach werden sie in der Moczka warmgehalten.

Moczka Zutaten (je nach Menge)

  • Butter
  • Mehl
  • (Saucen-)Lebkuchen
  • Malzbier
  • Sud von den Würstchen
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zitronensaft

Zubereitung

Den Sud der Weißwürste aufbewahren. (Saucen-)Lebkuchen zerbröseln und die Rosinen in Wasser aufweichen. Dann eine Mehlschwitze herstellen und nach und nach den Sud zugeben. Anschließend werden die Lebkuchenbrösel und der Sud abwechselnd hinzugegeben, bis zur gewünschten Konsistenz. Danach wird alles mit einem Stabmixer püriert. Zum Schluss werden die Rosinen hinzugegeben und die Sauce mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abgeschmeckt.

Guten Appetit!

Deine Karo

Bildnachweis: privat, Rodrigo Dos Reis (Unsplash.com)